Wenn du deine Sachen auf einem Gepäckträger transportierst, anstatt einen Velo-Rucksack zu verwenden, musst du dich nicht mit schmerzenden Schultern und einem verschwitzten Rücken herumschlagen. Du kommst frisch an deinem Ziel an und kannst meistens viel mehr transportieren, als du denkst. Das sind nur einige der vielen Gründe, warum die bescheidene Gepäckträgertasche von Pendlern über Einkäufer bis hin zu Weltreisenden so weithin geschätzt wird.
Im Vergleich zu Bikepacking-Taschen, die hervorragende Arbeit leisten, wenn du mit leichtem Gepäck reist, bieten Gepäckträgertaschen ein grösseres Fassungsvermögen, sind einfacher zu packen, wackeln nicht und erfordern keine Befestigungsgurte am Rahmen. Sie sind auch für kleinere Fahrer viel einfacher zu bedienen, da es keine Probleme mit dem Abstand zwischen Sattel und Hinterrad gibt.
Da es Gepäckträgertaschen schon ewig gibt, ist die Auswahl riesig. Einige eignen sich besser für das tägliche Pendeln, andere für einen einmonatigen Trip auf zwei Rädern, und viele sind grossartige Allrounder.
Wenn du nicht weiterweisst, scrolle nach unten – dort haben wir einen praktischen Ratgeber zusammengestellt, der dir bei der Auswahl hilft.

Die Aussenseite besteht vorne aus einer leuchtend bunten, gummierten Leinwand, mit schwarzen Einsätzen an den Seiten, die etwas mehr Flexibilität bieten. Im Inneren handelt es sich im Grunde um einen grossen Hohlraum mit minimaler Unterteilung – abgesehen von einem Laptopfach und einer kleinen Netztasche mit Reissverschluss für Wertsachen. Es lohnt sich also, eine spezielle Laptophülle als Ergänzung in Betracht zu ziehen.
Die Montage ist erfrischend einfach und kommt komplett ohne Werkzeug aus. Die beiden oberen Haken sitzen auf gezahnten Gleitschienen, wodurch die Tasche ausgehängt, angepasst und wieder eingehängt werden kann, um an verschiedene Gepäckträgergrössen zu passen. Die untere Stabilisierungsstange kann zudem von Hand neu positioniert und festgezogen werden.
Im leeren Zustand ist sie etwas wackelig, was jedoch auf viele Modelle hier zutrifft. Sobald sie gefüllt ist, behält sie ihre Form gut, und die reflektierenden Details vorne und hinten haben ebenfalls eine gute Grösse.
Der Riemen, der den Rollverschluss sichert (nach wie vor die beste Option für echte Wasserdichtigkeit), dient gleichzeitig als Schultergurt. Es dauert einen Moment, ihn richtig einzustellen, aber er ist lang und bequem genug, um die Tasche ins Büro zu tragen. Ärgerlicherweise ist die Tasche, wenn man nur eine einzelne sucht, nur in Schwarz erhältlich. Ansonsten werden die helleren Farbvarianten als Paar verkauft, und 40 Liter können für die meisten Pendler etwas übertrieben sein.

Wenn es heisst "am besten fürs Pendeln", liegt das grösstenteils an den reflektierenden Details der Altura Thunderstorm City Taschen. Die Version im Test war schwarz, aber wenn Sichtbarkeit oberste Priorität hat, ist die neongelbe Option die richtige Wahl, da sie die reflektierenden Elemente beibehält und tagsüber für zusätzliche Leuchtkraft sorgt.
Es ist ein weiteres Design im Stil eines Packsacks, mit einem Fach für einen kleinen Laptop. Das Fassungsvermögen von 20 Litern ist ideal fürs Pendeln: genug Platz für einen Laptop, Wechselkleidung, Pflegeartikel und das Mittagessen. Der obere Verschluss ist teilweise vernäht, um das Einrollen zu führen. Das hilft bei der Abdichtung, macht das Beladen mit sperrigen Gegenständen jedoch etwas kniffliger. Bei grösseren Laptops könnte es eng werden.
Rollverschlüsse sind definitiv eine solide Wahl, um Wasser draussen zu halten, und der Verzicht auf Kunststoffschnallen beseitigt eine potenzielle Schwachstelle. Der indexierte Klettverschluss ist jedoch nicht verstellbar, sodass man manchmal zwischen zwei Positionen landet und die Rolle leicht locker sitzt.
Die oberen Haken sind ebenfalls fixiert, sollten aber dennoch problemlos an die meisten Gepäckträger passen.

Dies ist zwar keine Gepäckträgertasche, aber wenn der Schutz deines Laptops auf dem Arbeitsweg Priorität hat, empfehlen wir immer eine spezielle Hülle. Marken wie Mous bieten Designs mit nicht-newtonschen Schaumstoffauskleidungen, die sich bei Stössen verhärten und so eine zusätzliche Schutzschicht bilden.
Die Auswahl an Optionen ist riesig, es lohnt sich also, eine Hülle zu finden, die genau zu den Massen deines Laptops passt. Dein Laptop wird sich in der Tasche vielleicht immer noch etwas bewegen. Wen das stört, der kann mit etwas selbstklebendem Klettverschluss an der Hülle und der Innenseite der Velo-Tasche nachhelfen.
In der Praxis sorgt eine mit Kleidung oder anderen weichen Gegenständen gepackte Tasche auf einem typischen Arbeitsweg meist dafür, dass alles gut an seinem Platz bleibt.

Aufgrund ihrer starren Konstruktion und der fehlenden Polsterung ist sie jedoch weniger für das tägliche Pendeln geeignet. Zudem ist die Ladung ohne Deckel den Elementen schutzlos ausgeliefert. Es gibt auch keine Ablauflöcher. Wenn man sie also im Regen stehen lässt, kann sich im Inneren Wasser sammeln – man sollte also bei der Aufbewahrung aufpassen.
Ihre wahre Stärke zeigt sie beim Transportieren von unhandlichen Gegenständen. Wenn du Baguettes, Lauch oder andere Dinge kaufst, die normalerweise nicht in eine herkömmliche Velo-Tasche passen, solltest du diese Option in Betracht ziehen.

Wie bei anderen Ortlieb-Modellen erfolgt die Montage komplett werkzeuglos, was das Risiko einer Beschädigung kleiner Beschläge beseitigt.
Als alltägliche Gepäckträgertasche gehört sie eher zu den kleineren Modellen und reicht für manchen Arbeitsweg mit ihren 16 Litern vielleicht nicht aus. Ihre Stärken spielt sie jedoch beim Einsatz am E-Bike aus, insbesondere wenn du einen Ersatzakku mitnehmen oder ihn aus Sicherheitsgründen abnehmen musst. Das ist eine wesentlich elegantere Lösung, als den Akku in einer Standardtasche herumklappern zu lassen.
Der Schultergurt ist abnehmbar und vom Verschluss getrennt. Wenn die Tasche also die meiste Zeit am Velo bleibt, kann man ihn für eine aufgeräumtere Optik abnehmen.

Es gibt enorm viele Möglichkeiten zur internen Organisation, mit Platz für einen grossen Laptop und zusätzlich ein Tablet. All diese Fächer nehmen jedoch Platz vom Hauptstauraum weg, sodass die angegebenen 26 Liter Fassungsvermögen etwas optimistisch erscheinen. Wenn du dazu neigst, eher chaotisch zu packen, könnte dies – je nach Sichtweise – ein Segen oder ein Fluch sein.
Der Wechsel zwischen den Modi geht schnell und unkompliziert; durch einen einfachen Reissverschluss lässt sie sich in Sekundenschnelle umbauen. Wie bereits erwähnt, beansprucht der Mechanismus etwas Platz, wodurch die Tasche insgesamt voluminöser ist als andere mit ähnlichem Fassungsvermögen, aber von diesen lässt sich keine auf dem Rücken tragen.
Sie ist eher wetterabweisend als komplett wasserdicht, aber an der Unterseite ist ein voll reflektierender, wasserdichter Überzug verstaut, falls das Wetter umschlägt oder die Sichtbarkeit ein Thema ist.

Eine erweiterbare Netztasche sorgt für noch mehr Vielseitigkeit und bietet leicht zugänglichen Stauraum für Gegenstände, die du schnell zur Hand haben oder separat aufbewahren möchtest.
Dies ist definitiv eine Option für Langstreckentouren, da sie für die meisten Pendler-Setups zu gross ist und kein Laptopfach besitzt. Die Montage ist identisch mit dem Standard-Back-Roller: werkzeugfrei, sicher und mit einem stabilen Riemen versehen, der gleichzeitig als Tragegurt dient. Das Material ist etwas dünner, wahrscheinlich um das Gesamtgewicht in Grenzen zu halten.
Bei derart grossen Taschen ist es wichtig, die Belastungsgrenzen von Gepäckträger, Rahmen und Laufrädern zu berücksichtigen. Nicht alle Velos sind für ein solches Gewicht ausgelegt, und eine Überladung kann zu schlechtem Fahrverhalten und potenziellen Sicherheitsproblemen führen.

Es ist leichtgewichtig, und da der Grossteil der Last hinter dem Fahrer positioniert ist, handelt es sich um eine der aerodynamischsten Transportmöglichkeiten auf dem Markt. Es funktioniert auch ohne herkömmliche Gepäckträgerhalterungen und eignet sich daher für Rennvelos und Mountainbikes gleichermassen – was sich in seiner Beliebtheit bei hochkarätigen Ultra-Distanz-Events widerspiegelt. Dennoch ist beim Packen Disziplin gefragt. Schwerere Lasten, insbesondere bei Velos, die nicht für den Gepäcktransport ausgelegt sind, können durch das nach hinten verlagerte Gewicht zu einem unruhigen Fahrverhalten führen. Das Setup mit zusätzlicher Last an der Front durch Lenker- oder Gabeltaschen auszubalancieren, macht hier einen grossen Unterschied.

Das Gewebe ist offiziell nicht wasserdicht, bewährt sich aber in der Praxis beeindruckend gut. Bei Nässe quillt das Material leicht auf, schliesst das Gewebe und weist Wasser in allen Situationen – ausser bei anhaltenden Wolkenbrüchen – effektiv ab.
Im Inneren befindet sich ein einfaches, offenes Fach mit Kordelzugverschluss. Die Deckelriemen sind lang genug, um auch etwas mehr Gepäck unterzubringen, und eine hintere Tasche bietet nützlichen Platz für Werkzeug oder Ersatzteile.
Ein grosser Vorteil ist die gute Reparierbarkeit: Risse können genäht werden, der Stoff lässt sich neu wachsen, und mit der Zeit können Flicken angebracht werden. Im Gegensatz zu vielen modernen Materialien gewinnt es mit zunehmendem Alter eher an Charakter, anstatt sich aufzulösen.

Die Polyester-Aussenhülle ist leicht und nicht komplett wasserdicht, aber die wenigen Nähte und verstärkte untere Bereiche helfen, Spritzwasser abzuweisen und machen sie wesentlich langlebiger.
Um Gewicht zu sparen, wurden herkömmliche Halterungen durch Klettverschlüsse und einen Voile-Strap zum Spannen ersetzt. Klettverschlüsse sind zwar nicht immer optimal, da sie mit der Zeit verschleissen können, doch dieses System ist für Tausende von Fahrten ausgelegt und sollte in der Praxis gut durchhalten.
Sie sind nicht wirklich die beste Option fürs Pendeln, aber um ein Bikepacking-Setup um leichten Stauraum zu ergänzen – insbesondere in Kombination mit einem minimalistischen Gepäckträger –, sind sie eine solide Wahl.

Die Struktur der Tasche ist starr und behält auch im leeren Zustand ihre Form, wodurch das aerodynamische Profil stets gewahrt bleibt. Der Zugang erfolgt über einen wasserdichten Reissverschluss, und im Inneren ist Platz für einen Laptop bis zu 17 Zoll.
Natürlich gibt es auch Kompromisse. Mit 17 Litern ist das Fassungsvermögen recht begrenzt, und die schmale Öffnung macht das Packen weniger unkompliziert als bei Rollverschluss-Designs. Mit leichtem Gepäck zu reisen oder ein Paar dieser Taschen zu verwenden, ist der beste Weg, um das Maximum herauszuholen.

Die Tasche ist im leeren Zustand bemerkenswert weich und flexibel, mehr als es auf Fotos den Anschein haben mag. Sie nimmt einen ähnlichen Raum ein wie der Ortlieb Back-Roller, bietet aber mehr Fassungsvermögen und stellt somit einen nützlichen Mittelweg dar, bevor man auf etwas so Grosses wie den XL Plus umsteigt.
Die Verarbeitungsqualität ist exzellent. Ein massiver hinterer Stossschutz schützt vor Reibung am Gepäckträger, was bedeutet, dass sie voraussichtlich viel länger halten wird.
Beachten sollte man die Montageposition, die tiefer sitzt als bei den meisten Velo-Taschen. Bei einigen Setups kann sie dem Schaltwerk gefährlich nahe kommen, daher lohnt es sich, die Kompatibilität mit dem Gepäckträger vor dem Kauf zu überprüfen.

Da die Clips nicht verschiebbar sind, besteht eine geringe Chance, dass sie bei bestimmten Gepäckträgerdesigns stören könnten. Ihr schmaler Abstand bedeutet jedoch, dass dies bei den meisten Setups unwahrscheinlich ist.
Die Tasche selbst ist starr und robust, mit dickem Material, verschweissten Nähten und einem schützenden Stossschutz gegen Abnutzung, was die dringend benötigte Langlebigkeit verspricht.
Die seitlichen Schnallen fühlen sich sehr hochwertig an. Sie sind solide, einfach zu bedienen und mit einem Verriegelungsmechanismus ausgestattet, um zu verhindern, dass die Tasche im voll beladenen Zustand verrutscht.
Mit 16 Litern ist das Fassungsvermögen eher gering, aber wenn du effizient packst, wirst du es als mehr als ausreichend empfinden.

Dennoch geht es nicht nur um das Aussehen. Die Scape ist eine fähige 20-Liter-Gepäckträgertasche, die einen ähnlichen Raum einnimmt wie der Ortlieb Back-Roller. Innen gibt es nur ein einziges offenes Fach, aber eine Aussentasche bietet leichteren Zugang zu kleineren Gegenständen.
Das Material ist relativ dünn, vergleichbar mit einigen Budget-Optionen, daher ist sie vielleicht nicht die beste Wahl für groben Umgang. Sie verfügt jedoch über einen verstärkten unteren Stossschutz, der vor Abnutzung schützt.
Die Montage erfolgt über ein Klettverschlusssystem, das eng festgezogen werden kann, wobei der Überstand sauber gesichert wird. Der Tragegriff ist jedoch ziemlich schmal und kann sich weniger komfortabel anfühlen, wenn die Tasche schwer beladen ist.
So triffst du die richtige Wahl
Die Wahl eines Sets oder einer einzelnen Gepäckträgertasche ist eine Investition. Sie sind in der Regel ziemlich langlebig und werden dich wahrscheinlich viele Jahre begleiten, sofern du nicht extrem grob mit ihnen umgehst. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, etwas zu finden, das deinen Anforderungen entspricht – sei also ehrlich zu dir selbst, was den Einsatzzweck angeht.
Die Wahl eines Sets oder einer einzelnen Gepäckträgertasche ist eine Investition. Sie sind in der Regel ziemlich langlebig und werden dich wahrscheinlich viele Jahre begleiten, sofern du nicht extrem grob mit ihnen umgehst. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, etwas zu finden, das deinen Anforderungen entspricht – sei also ehrlich zu dir selbst, was den Einsatzzweck angeht.
- Grösse: Fürs Pendeln ist ein Volumen von 16 bis 20 Litern meistens ideal. Kleinere Taschen können einschränkend wirken, während bei grösseren oft ungenutzter Raum bleibt, in dem Gegenstände hin und her rutschen können. Berücksichtige auch die Gewichtsgrenzen deines Gepäckträgers und Velos; eine riesige Kapazität nützt wenig, wenn du sie nicht sicher beladen kannst.
- Wetterschutz: Wenn du regelmässig im Regen fährst, entscheide dich für eine komplett wasserdichte Tasche. Viele Optionen bieten eine ordentliche Wasserabweisung für leichte Schauer, und einige beinhalten einen separaten Regenschutz für zusätzlichen Schutz, wenn es nötig ist.
- Tragekomfort abseits des Velos: Wenn du mit deiner Tasche zu Fuss unterwegs bist – sei es beim Pendeln, Einkaufen oder bei Erledigungen –, reicht oft ein einfacher Schultergurt. Für längere Zeiten ohne Velo sind umwandelbare Rucksack-Designs weitaus komfortabler.
- Stauraum und Organisation: Die meisten Taschen bestehen aus einem grossen Fach, aber einige bieten zusätzliche Taschen oder ein spezielles Laptopfach. Entscheide, ob du lieber einfachen Stauraum oder eine integrierte Organisation bevorzugst.
- Sichtbarkeit und Sicherheit: Reflektierende Details sind ein grosses Plus für Fahrten bei schlechten Lichtverhältnissen. Einige Taschen bieten auch Schlaufen zur Befestigung von Lichtern, was für eine zusätzliche Sichtbarkeit sorgt, während andere in auffälligen Farbvarianten statt nur in Schwarz erhältlich sind.
- Aerodynamik (falls wichtig): Aero-Vorteile sind für die meisten Fahrer marginal, aber wenn du auf Effizienz aus bist, insbesondere auf längeren Fahrten oder mit dem E-Bike, gibt es durchaus stromlinienförmige Taschen. So weisst du im Gegenwind zumindest, dass es noch schlimmer sein könnte.
- Fahrstil: Für den Einsatz auf der Strasse reichen die meisten Velo-Taschen völlig aus. Wenn deine Fahrten Gravel- oder Offroad-Abschnitte beinhalten, achte auf ein robustes Montagesystem und eine leichtere Konstruktion oder ziehe bikepacking-spezifische Setups für mehr Stabilität in Betracht.
Passen Velo-Taschen an alle Velos?
Die meisten Velo-Taschen passen mehr oder weniger an jeden Gepäckträger – das ist der einfache Teil. Nicht alle Velos verfügen jedoch über die nötigen Halterungen für einen ordentlichen, festgeschraubten Gepäckträger. In den letzten Jahren gab es vermehrt universelle Optionen, die an Steckachsen und an die Sattelstütze geklemmt werden, was die Welt der Gepäckträgertaschen für noch mehr Fahrer geöffnet hat.
Sei dir jedoch bewusst: Nur weil du einen Gepäckträger an einem Velo montieren kannst, heisst das nicht, dass du es auch tun solltest. Leichte, auf Rennen ausgerichtete Rennvelos und Gravelbikes sind schlichtweg nicht dafür ausgelegt, eine grosse Masse mit viel Trägheit hinter dem Fahrer zu tragen, was zu enormen Torsionskräften am Rahmen führen kann.
Kann ich Gepäckträgertaschen fürs Bikepacking verwenden?
Absolut. Persönlich finden wir Gepäckträgertaschen oft sogar besser als Bikepacking-Taschen, ausser vielleicht in sehr ruppigem Gelände, wo lockere Riemen das geringere Übel sind als abgerissene Schrauben. Für kleinere Fahrer, deren Velos schlichtweg nicht denselben Platz im Rahmen oder zwischen Sattel und Hinterrad bieten, sind klassische Velo-Taschen ein brillanter Rettungsanker und sollten nicht übersehen werden, nur weil sie nicht den typischen "Bikepacking"-Look haben.
Wie sehr bremsen Gepäckträgertaschen aus?
Sobald du auf Geschwindigkeit bist, bremsen dich die Taschen vor allem durch den aerodynamischen Luftwiderstand aus (ausser du fährst bergauf) – sie ragen eben deutlich weiter heraus als ein Rucksack oder eine tropfenförmige Satteltasche. Auch bergauf gibt es natürlich einen Nachteil durch das Gewicht, ebenso beim Anfahren an der Ampel.
Bei Reisegeschwindigkeit sind sie nur geringfügig langsamer als die Alternativen, wenn du eine vergleichbare Last transportierst. Für Pendler und Tourenfahrer machen der Komfort, die Einfachheit und das fehlende Schwanken der Tasche jegliches Geschwindigkeitsdefizit mehr als wett.
Autor: Will Jones








