Bis vor kurzem gab es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Gewicht eines Velo-Schlosses und seiner Sicherheitsstufe. Dank Innovationen bei Schlössern – wie unserem besten Velo-Schloss insgesamt, dem OnGuard RockSolid – sind jedoch leichte Velo-Schlösser, die selbst Angriffen mit Winkelschleifern standhalten, immer weiter verbreitet. Dieser Fortschritt in der Hochsicherheit verbessert auch budgetfreundliche Schlösser, wie das OnGuard Pitbull, das eine Sold Secure Diamond-Bewertung aufweist und dabei sehr erschwinglich bleibt.
Um dir zu helfen, das beste Schloss für dich zu finden, hat das Test-Team umfangreiche Praxistests zur Benutzerfreundlichkeit durchgeführt. Alle Schlösser wurden in realen Szenarien bewertet, wie etwa auf dem täglichen Arbeitsweg, um dir einen umfassenden Überblick zu geben. In diesem Ratgeber findest du sechs der besten leichten und tragbaren Velo-Schlösser, die in unseren Tests hervorragend abgeschnitten haben.
Zu guter Letzt: Obwohl die besten leichten Velo-Schlösser immer sicherere und effektivere Abschreckungsmittel sind, lohnt es sich, sie für den Fall der Fälle mit einer der besten Velo-Versicherungen abzusichern.
Dieses Schloss mit Sold Secure Diamond-Bewertung wiegt nur 1,3 kg. Es hat eine Verriegelungsfläche von 17,5 cm Länge und 8,5 cm Innenbreite, was einem potenziellen Schliessvolumen von 157 cm² entspricht.
Der schlüsselbetriebene Schliessmechanismus ist beeindruckend und schützt vor Picking, Ziehen und Bohren. Was jedoch am meisten auffiel, war die Anti-Grinder-Funktion (Schutz gegen Winkelschleifer) von OnGuard. Im Test wurden drei Trennscheiben verschlissen, die kaum eine Spur auf der patentierten RockSolid-Oberfläche des gehärteten Stahlbügels hinterliessen.
Zudem ist es eine der erschwinglichsten Optionen unter seinen Velo-Schloss-Konkurrenten, was Velofahrer anspricht, die Wert auf höchste Sicherheit legen.
Wenn man an diesem absolut brillanten Schloss einen Fehler finden müsste, dann den, dass es keine Halterung hat und nicht am Velo befestigt werden kann. Aber ist das bei 1,3 kg wirklich ein Problem?
Mit einem Gewicht von nur 70 g ähnelt das Z Lok einem überdimensionalen Kabelbinder mit einem Stahlband, das von einer Kunststoffhülle umgeben ist. Es ist ideal, um den Rahmen an einem Pfosten oder Geländer zu befestigen und die Räder zu sichern. Es bietet ausreichend Abschreckung für Diebe, wenn du dich in unmittelbarer Nähe befindest, wie etwa bei einem Café- oder Kneipenstopp.
Es ist jedoch kein Schloss, auf das man sich für längere Zeiträume verlassen sollte, da es keine Sold Secure Bewertung besitzt.
Im Test war die Länge des Z Loks nie ein Problem; mit 40 cm ist es genau richtig, um ein Oberrohr oder Sitzrohr an einem unbeweglichen Gegenstand zu befestigen. Das kabelbinderähnliche Design ermöglicht eine gute Anpassung, und man kann die Spannung richtig erhöhen, was jegliche Hebelwirkung beim Durchschneiden minimiert. Das Zahlenschloss bedeutet auch, dass keine Schlüssel benötigt werden. Im Gegensatz zu den anderen Z Loks muss man zudem nicht das gabelförmige Werkzeug zum Öffnen mitnehmen. Man kann es also einfach schnappen und losfahren, was den Aufwand vor der Fahrt reduziert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Z Lok angesichts seines Preises und seines extrem niedrigen Gewichts eine clevere Investition ist. Am besten bewahrt man es immer beim Helm und den Schuhen oder in einer Lenkertasche auf, damit es sofort einsatzbereit ist. Es gibt unzählige Szenarien, in denen es für ein wenig zusätzliche Sicherheit und Seelenfrieden sorgt – wie etwa die Sicherung eines E-Bike-Akkus, der nicht über ein Schlüsselschloss verfügt, oder das Anschliessen des Helms ans Velo, damit man ihn nicht herumtragen muss.
Wie sein Rivale, das Abus Bordo Granit X Plus, lässt es sich mit dem praktischen Kunststoffgehäuse oder den mitgelieferten Riemen leicht an den Bidonhalter-Bohrungen deines Velos befestigen. Zudem bleibt es während der Fahrt sicher und flüsterleise.
Der interne Schliessraum bietet ausreichend Platz, um es durch das Vorderrad und den Rahmen zu führen, bevor man es an einem Velo-Ständer oder Ähnlichem befestigt. Dank seines kompakten Designs ist es weniger klobig und viel einfacher zu handhaben als das faltbare Abus. Das Abschliessen geht genauso schnell wie mit einem Bügelschloss, jedoch mit der zusätzlichen Flexibilität, die dieses Design bietet.
Wenn du sowohl auf Gewicht als auch auf Portabilität Wert legst, wird das Compact sicherlich eine attraktive Wahl für dich sein.
Auf der Waage zeigte sich das Goose zwar etwas schwerer als angegeben, aber da Kettenschlösser normalerweise deutlich massiver sind, kann man hier Nachsicht walten lassen. Die Schaumstoff- und Kunststoffummantelung des Goose, kombiniert mit seiner Flexibilität als Kette, machen den Transport zum Kinderspiel. Es kann ohne Angst vor Beschädigungen um fast jedes Rohr am Rahmen gewickelt werden.
Diese Eigenschaften machen es auch zu einem Traum bei der Nutzung am Velo-Ständer, da die Federn selbst die ungeschicktesten Situationen leicht meisterbar machen. Das 6206K ist zweifellos leicht und eines der benutzerfreundlichsten Schlösser überhaupt.
Obwohl es unglaublich gut verarbeitet ist und sich nach wochenlangen Tests unter verschiedensten Bedingungen als äusserst langlebig erwiesen hat, trübt die niedrige Sicherheitsbewertung das Bild etwas. Man wird das Goose wahrscheinlich nicht als einziges Schloss verwenden wollen, und wenn doch, sollte man sich nicht für längere Zeit zu weit vom Velo entfernen. Dennoch wehrt es Gelegenheitsdiebe ab und ist eine grossartige Option für Bikepacking oder die Fahrt zum Café.
Dieser kleine Champion misst nur 9 cm x 14 cm, verfügt jedoch über einen robusten 14 mm dicken Bügel aus gehärtetem Stahl und einen sicheren Zylinder, der vor Picking, Ziehen und Bohren schützt. Sein leichtes Design und die handlichen Abmessungen machen es einfach, es auf die Fahrt mitzunehmen, sei es mit der mitgelieferten Halterung oder einfach in der Tasche.
Am Rahmen befestigt klapperte es im Test weniger als die meisten grösseren Bügelschlösser, aber es ist sicherlich nicht so fest fixiert wie die Faltschlösser, die direkt an den Bidonhalter-Bohrungen montiert werden können.
Die kompakte Grösse bedeutet natürlich, dass der interne Schliessraum begrenzt ist, was die Möglichkeiten einschränkt, das Velo an verschiedenen Objekten anzuschliessen. Für die meisten dedizierten Velo-Ständer ist es absolut ausreichend, aber bei dicken Geländern oder Laternenpfählen stösst es an seine Grenzen. Wenn du dein Velo immer am gleichen Ort sicherst, wie zum Beispiel an einem Bahnhof oder vor dem Büro, und dieses kompakte Schloss gut passt, ist es eine ausgezeichnete Wahl, um das Tragegewicht zu minimieren, ohne bei der Sicherheit Kompromisse einzugehen.
Squire sichert das Straplok mit seinem einzigartigen, patentierten Schliessmechanismus. Stecke einfach den Schlüssel ein (er muss nicht gedreht werden) und drücke den Knopf zum Entriegeln.
Es gibt vieles, was man am Squire Straplok mögen kann, angefangen bei seinem Komfort. Squire hat viel Mühe in die Entwicklung des Gürteladapters gesteckt, der gespannt werden kann, um das Schloss beim Treten an Ort und Stelle zu halten. Die Neoprenhülle unterstützt dies und macht das Schloss weich im Griff.
Dank der hervorragenden Flexibilität ist die Nutzung des Straplok am Velo-Ständer ein Kinderspiel. Der einfache Knopf-Schliesszylinder macht das Auf- und Abschliessen unkompliziert, besonders wenn man in unangenehmen oder engen Situationen nach dem Schloss greift.
Es ist jedoch nicht alles perfekt. Das Straplok hat nur eine Sold Secure Silver-Bewertung. Diese Bewertung schränkt die Einsatzmöglichkeiten ein und beeinflusst, welche Werte man vernünftigerweise damit sichern sollte.
Bei leichten und tragbaren Velo-Schlössern, die eine breite Palette an Sicherheitsstufen bieten, ist die Balance immer zwischen dem Gesamtgewicht des Schlosses und der gebotenen Sicherheit zu finden, was die Entscheidung relativ einfach macht.
Im Allgemeinen gilt: Je leichter das Schloss, desto geringer die Sicherheit. Obwohl dies keine in Stein gemeisselte Regel ist, trifft sie auf die meisten der in diesem Ratgeber vorgestellten Schlösser zu.
Der Einsatzzweck sollte die Wahl des Schlosses massgeblich bestimmen; allerdings spielen ab diesem Punkt auch Budgetbeschränkungen eine Rolle.
Hier ist ein kleiner Leitfaden zur Auswahl der besten leichten und tragbaren Velo-Schlösser:
- Risiko – Dies ist natürlich der entscheidende Faktor bei der Wahl eines Schlosses. Wie stark ist dein Velo gefährdet, wenn du es parkst? Das bezieht sich nicht nur auf den Parkplatz oder das Viertel. Das ist zwar ein Faktor; es könnte jedoch auch einfach daran liegen, wie begehrenswert dein Velo ist. Sieht es teuer aus? Ist es individuell angepasst? Verfügt es über auffällige Logos?
- Zeit – Das Gewicht, das darauf gelegt wird, wie lange ein Velo abgestellt wird, wird vielleicht etwas überbewertet, sollte aber unbedingt berücksichtigt werden. Jedes Velo, das für einen beliebigen Zeitraum abgestellt wird, ist gefährdet, aber ein Velo, das beispielsweise über Nacht draussen bleibt, ist natürlich einem wesentlich grösseren Risiko ausgesetzt.
- Entfernung – Wie weit bist du von deinem Velo entfernt? Wenn es direkt neben dir im Café steht, aber nicht abgeschlossen ist, ist das Risiko ähnlich hoch wie bei einem abgeschlossenen Velo in einer Garage weiter unten in der Strasse. Klar, man kann aufmerksam sein, wenn jemand versucht, es zu entwenden; aber selbst wenn es nur kurz am Velo eines Freundes angeschlossen ist, macht das die Sache für einen Dieb schon viel unangenehmer.
- Benutzerfreundlichkeit – Wie bei allem gilt: Wenn das Schloss kompliziert ist oder für deine typischen Anwendungen nicht funktioniert, wirst du es nicht benutzen wollen. Vielleicht ist das Schloss für deine Bedürfnisse zu schwer, oder der Schliessmechanismus ist nicht intuitiv. Wenn möglich, probiere es vor dem Kauf aus. Stecke es in die Trikottasche, um das Gewicht zu spüren, und schau, ob es problemlos um dein Velo reicht.
Diese Ratschläge sind natürlich für alle Velo-Schlösser relevant. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Velo gefährdet ist, ist mehr Sicherheit selten eine schlechte Sache. Im Allgemeinen hast du zwei Möglichkeiten: Kaufe das sicherste und teuerste Schloss, das du dir leisten kannst, oder mache dein Velo für Diebe einfach weniger attraktiv als das danebenstehende. Das könnte zum Beispiel bedeuten, dass du mehrere Schlösser statt nur einem verwendest oder auffällige Grafiken vom Rahmen entfernst.
Mit dem Aufkommen von Diebstahlsicherungen für Achsen und den mittlerweile üblichen Steckachsen bei den meisten High-End-Velos ist die separate Sicherung der Räder mit einem Schloss etwas weniger zwingend geworden. Andere Möglichkeiten, das Velo ohne ein zweites Schloss abzusichern, umfassen GPS-Tracker, eine offizielle Registrierung und natürlich den Abschluss einer sehr guten Velo-Versicherung.
Wenn man davon ausgeht, dass du ein einzelnes Hochsicherheitsschloss hast, fädelst du es am besten durch den stabilsten Teil deines Velos. Das sind in der Regel das Sitzrohr und die Sitzstreben. Die Stärke dieser Schliessmethode ergibt sich nicht nur aus den mehreren Rohren, die dem Dieb im Weg sind, sondern auch aus der klassischen Kräftedreiecksverteilung.
Diese Methode gewährleistet einen sicheren Verschluss. Sie ermöglicht es dir auch, gleichzeitig dein Hinterrad zu sichern, vorausgesetzt, dein Schloss hat eine ausreichende Reichweite. Bei Bedarf kann zusätzlich ein Kabel oder eine Kette angebracht werden, um andere leicht entfernbare Teile deines Velos wie einen Kindersitz oder das Vorderrad zu sichern.
Um ein so geringes Gewicht zu erreichen, sind jedoch oft Kompromisse notwendig. Es ist üblich, dass die meisten Marken die Reichweite des Schlosses begrenzen, was die Flexibilität dieser Velo-Schlösser beeinträchtigt. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Kauf zu überlegen, wo und wie man sein Velo am häufigsten anschliesst.
Für einen Grossteil Europas ist ART das anerkannte Prüfinstitut. In Grossbritannien und grossen Teilen Nordamerikas ist Sold Secure die anerkannte Autorität. Unabhängig davon, wer die Tests durchführt, laufen sie im Allgemeinen ähnlich ab.
Für jede Sicherheitsstufe werden verschiedene Angriffsarten und eine Liste von Werkzeugen angewendet. Vereinfacht gesagt, werden für jedes Werkzeug oder jede Angriffsart ein Zeitlimit und der Grad des erlittenen Schadens gemessen, um die Qualifikation für jede Zertifizierungs-Stufe zu bestimmen.
Bestimmte Schlossarten sind bauartbedingt sicherer als andere. In puncto Sicherheit gelten klassische Bügelschlösser (U- oder D-Form) als am sichersten und bieten Dieben weitaus weniger Schwachstellen für Hebelwerkzeuge. Wo Flexibilität und Portabilität wichtiger sind, gab es bei den besten Faltschlössern in letzter Zeit erhebliche Fortschritte, wobei einige Modelle inzwischen sogar die höchste Sold Secure Gold-Bewertung erreichen.
Sind Schlüssel- oder Zahlenschlösser besser?
Obwohl beide Systeme Vor- und Nachteile bieten, gelten schlüsselbetriebene Schlösser generell als sicherer. Dies liegt vor allem an der hohen Komplexität der Zylindermechanismen und der grossen Menge an verbauten, gehärteten Materialien, was sie schwer zu picken und zu manipulieren macht.
Andererseits sind Zahlenschlösser unglaublich praktisch, und sie sind natürlich kein Problem, wenn man seine Schlüssel gerne vergisst oder wenn mehrere Personen im Haushalt das gleiche Schloss benutzen. Besonders bei der neuen Generation von extrem teuren, Winkelschleifer-resistenten Schlössern möchte man den dazugehörigen Schlüssel wirklich nicht verlieren.
Autor: Matt Ischt-Barnard








