- Preis: ca. CHF 200.-
- Gewicht: 2.4kg / 5.3lbs
- Bügeldicke: 26mm
- Abmessungen: 95 x 204mm
- Sicherheitszertifizierung: Sold Secure Diamond
Die stetig wachsende Beliebtheit von E-Bikes und Cargo-Velos in den Innenstädten hat unweigerlich dazu geführt, dass auch die Diebstahlraten drastisch gestiegen sind. Da diese sehr teuren Velos mittlerweile routinemässig ins Visier genommen werden, ist es wichtiger denn je, in eines der besten Velo-Schlösser zu investieren, das dein Budget hergibt.
Das neueste Modell von Kryptonite, das New York Lock Diamond Standard, wird als das bisher sicherste tragbare Schloss des Herstellers angepriesen und führt das Erbe der legendären New York-Serie in eine neue Ära der Sicherheit gegen Elektrowerkzeuge. Es soll das einzige Bügelschloss mit einem 26 mm dicken, diamantbeschichteten und doppellagigen Stahlbügel sein und verspricht, selbst akkubetriebenen Winkelschleifern sowie Torsions- und Picking-Angriffen standzuhalten. Kryptonite behauptet sogar, dass man zehn Trennscheiben benötigt, um dieses Schloss zu knacken.
Laut Kryptonite legen der zum Patent angemeldete, gehärtete Doppel-Schliessmechanismus und der picking-resistente Scheibenzylinder die Messlatte für die Velo-Sicherheit noch höher. Auf dem Papier klingt das definitiv nach einem Traum-Upgrade für alle, die eine teure Ausrüstung schützen möchten. Aber ist es wirklich eines der besten E-Bike-Schlösser auf dem Markt? Um zu prüfen, ob die Versprechen von Kryptonite im realen Einsatz halten, wurde das Schloss im Pendler-Alltag getestet. Lies weiter, um zu erfahren, ob es dem Hype gerecht wird.
Es ist ein dickes, schweres Schloss, aber diese optische Abschreckung ist entscheidend. (Bildnachweis: Mildred Locke)
Die Toleranz zwischen dem Bügel und dem Schlosszylinder wurde vergrössert, um das Klappern zu verringern. (Bildnachweis: Mildred Locke)
Diese kleine Abdeckung verhindert, dass die Einzelteile im Laufe der Zeit und bei jahrelangem Gebrauch verkleben. (Bildnachweis: Mildred Locke)
Die Montage der Halterung ist ein kleiner Albtraum. (Bildnachweis: Mildred Locke)
Das Schloss ist so gross, dass es bei mittelgrossen und kleinen Rahmen möglicherweise ausserhalb des Rahmens sitzen muss. (Bildnachweis: Mildred Locke)
Bei dieser Einstellung konnten die Pedalen gerade noch so vorbeischleifen. (Bildnachweis: Mildred Locke)
Die Verriegelung an Standardpositionen ist in Ordnung, aber du wirst sie nicht um eine Laterne herum bekommen. (Bildnachweis: Mildred Locke)
Die engere Toleranz am Bügel ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits ist es beim Fahren eine enorme Verbesserung, da es viel weniger Spiel im Zylinder gibt und es somit während der Fahrt nicht klappert. Für alle, die in der Vergangenheit Kryptonite-Schlösser verwendet haben, sind das gute Nachrichten, da diese oft dafür bekannt sind, laut zu klappern. Das New York Diamond gibt keinen Mucks von sich, selbst wenn du über Schlaglöcher fährst – was wirklich eine wunderbare Sache ist.
Die enge Passform bedeutet jedoch auch, dass du den Schliesszylinder sehr genau mit dem Bügel ausrichten musst, bevor er vollständig hineingleitet. Wenn du dich aus einem ungünstigen Winkel näherst – was im Alltag oft bedeutet, dass du dich über dein Velo beugst oder deine Arme um das Hinterrad schlingst – stehen die Chancen gut, dass es sich verkantet. Die Bügelenden verhaken sich dann, und es braucht einige Versuche, bis es richtig sitzt. Es ist nicht schwer, wenn man den Dreh einmal raushat, aber es kostet Zeit, wenn man es eilig hat, und kann sehr frustrierend sein.
Das Gewicht und die Masse spielen ebenfalls eine Rolle bei der Gesamtleistung des Schlosses. Mit 2,4 kg ist dieses Schloss schwer genug, um sich wuchtig und massiv in der Hand anzufühlen, und man bemerkt es auch deutlich während der Fahrt. Du möchtest es definitiv nicht im Rucksack tragen, es sei denn, es lässt sich nicht vermeiden. Bei einem E-Bike oder Cargo-Velo macht 2,4 kg natürlich einen viel kleineren Prozentsatz des Gesamtgewichts aus und fällt weit weniger ins Gewicht.
Sobald es am Velo montiert ist, lässt es sich gut handhaben, aber man muss die Halterung erst einmal montieren, was eine kleine Herausforderung ist oder einen Ausflug zum lokalen Velo-Shop erfordert. Selbst bei sehr kleinen Rahmen lässt es sich oft so positionieren, dass es gerade noch an den Kurbeln vorbeigeht. Selbst wenn man es beim Treten leicht am Bein spürt, ist das kein grosses Problem.
Das Entfernen des Schlosses aus der Halterung beim Abschliessen ist zum Glück sehr unkompliziert. Du drückst eine Plastiklasche und ziehst das Schloss nach oben; so löst es sich ohne grossen Aufwand. Das Wiederanbringen funktioniert genau umgekehrt – achte nur darauf, die Lasche zurückzuschieben, um Platz für das Metallteil zu schaffen. Es hält während der Fahrt fest und sollte sich bei sicherer Montage weder bewegen noch locker rütteln.
Der Bügel selbst ist beruhigend dick. Als starres Bügelschloss eignet es sich am besten für Standard-Ankerpunkte wie herkömmliche Velo-Ständer. Mit unkonventionelleren Befestigungsmöglichkeiten wie seltsam geformten Geländern oder Laternenpfählen funktioniert es weniger gut, was es nicht zur vielseitigsten Option macht. Wenn du mehr Vielseitigkeit brauchst, bist du mit einem der besten Velo-Kettenschlösser besser beraten. Das New York Diamond stellt die Sicherheit über die Flexibilität und ist ganz klar für städtische Gebiete mit hohem Risiko konzipiert, wo Diebstahl ein ernstzunehmendes Problem ist.
Abschliessend lässt sich sagen, dass der Schlüsselmechanismus reibungslos funktioniert und sich zuverlässig anfühlt. Die verschiebbare Staubabdeckung ist ein schönes Detail, um die internen Mechanismen bei schlechtem Wetter frei von Schmutz oder eindringendem Wasser zu halten. Es sind genau diese kleinen Details, die die Lebensdauer des Schlosses verlängern – besonders wenn du es das ganze Jahr über bei jedem Wetter benutzt – und es zu einer so lohnenden Investition machen.
Die Schnellspannvorrichtung der Halterung ist ein Kinderspiel – drücke einfach auf diese Lasche... (Bildnachweis: Mildred Locke)
..., zieh den Verschluss und schon bist du weg. (Bildnachweis: Mildred Locke)
Wenn du die Halterung nicht abschneidest, flattern lose Bänder herum. (Bildnachweis: Mildred Locke)
Ja, es ist teuer, sogar eines der teuersten auf dem Markt, aber es ist immer noch sehr viel günstiger, als ein komplettes Velo ersetzen zu müssen, wenn man ein attraktives Ziel für Diebe ist.
Im Vergleich zu älteren Kryptonite-Modellen gibt es offensichtliche Verbesserungen: Die engere Toleranz sorgt dafür, dass Klappern während der Fahrt der Vergangenheit angehört. Wir hoffen, dass diese Eigenschaft auch in zukünftigen Modellen für herkömmliche Pendler-Velos Einzug hält.
Diese innere Ruhe bezahlst du jedoch auf zwei Arten: mit Gewicht und mit Aufwand. 2,4 kg sind wuchtig und könnten sich für manche nach etwas zu viel anfühlen. Die Montagehalterung ist zudem nach wie vor umständlich, während kleinere Velos Probleme mit der Platzierung neben den Bidonhaltern haben werden.
Wenn du jedoch mit diesen Nachteilen leben kannst, erhältst du ein Mass an Schutz und Sicherheit, das nur wenige Marken bieten können.
Übersicht
- Sicherheit: Sold Secure Diamond Bewertung mit 5-jährigem Diebstahlschutz-Angebot und dem dicksten Bügel auf dem Markt. – 10/10
- Verarbeitungsqualität: Fühlt sich extrem robust und langlebig an, reibungsloser Schliessmechanismus und Schlüssellochabdeckung zur Verlängerung der Lebensdauer der Innenteile. – 10/10
- Benutzerfreundlichkeit: Die Montage der Halterung ist eine echte Qual, und das perfekte Ausrichten der Bügelenden im Alltag ist oft frustrierend. – 7/10
- Tragbarkeit: Einmal am Velo montiert, ist es einfach zu bedienen und klappert nicht, aber die Montage erfordert viel Mühe und seine Masse macht die Platzierung am Rahmen knifflig. – 9/10
- Preis-Leistung: All der gebotene Schutz hat seinen Preis, auch wenn ca. 305 CHF für einige sehr hoch erscheinen mögen. – 8/10
Autor
Mildred Locke:
Mildred kam im Dezember 2020 als Rezensionsautorin zu Cyclingnews und BikePerfect. Sie liebt alle Formen des Velosports, von Langstrecken-Audax bis hin zu täglichen Besorgungen mit dem Fahrrad, und erledigt fast alles auf zwei Rädern, einschliesslich Umzüge. Ihre Radsportkarriere begann sie in einem Fahrradgeschäft. In den letzten fünf Jahren hat sie sich ehrenamtlich beim Bristol Bike Project als Mechanikerin und Session-Koordinatorin engagiert und sitzt nun im Vorstand.






