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Canyon Sender CFR Team Test: Ein brillantes reinrassiges Race-Velo zu einem beeindruckenden Preis

Der Name ist Programm: Gemacht fürs Grobe

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Veröffentlicht vor etwa 9 Stunden
Canyon Sender CFR Team Test: Ein brillantes reinrassiges Race-Velo zu einem beeindruckenden Preis

Canyon Sender CFR Team Test: Ein brillantes reinrassiges Race-Velo zu einem beeindruckenden Preis

 Nach grossen Erfolgen als Prototyp unter Fahrern wie Troy Brosnan, Tahnée Seagrave und Luca Shaw hat Canyon Anfang des Jahres endlich das brandneue Sender auf den Markt gebracht. Dieses neue Sender setzt auf ein High-Pivot-Fahrwerksdesign und bietet massenhaft Einstellmöglichkeiten, um Fahrern und Rennfahrern genau das zu geben, was sie suchen.

Darüber hinaus ist die Top-Ausstattung dieser Team-Edition mit erstklassigen Komponenten bestückt und das zu einem wettbewerbsfähigen Preis von ca. 5'800 CHF. Damit ist es absolut eine Überlegung wert für aufstrebende Privatfahrer, die etwas Geld sparen wollen, ohne bei der Leistung Kompromisse einzugehen. Ausserdem bietet das Sender CFR Team Stabilität bei hoher Geschwindigkeit und lässt dich nicht zusammenzucken, wenn du in den rauen Abschnitten des Berges unterwegs bist. Wenn du ein Rennvelo fürs Downhill suchst, könnte dies genau das richtige für dich sein.

Rahmen und Fahrwerk des Canyon Sender CFR Team

Rahmen
(Bildnachweis: Scott Windsor / Our Media) Clevere Details wie Schutzbleche und Schutz für die Drehpunkte sind inklusive.

Das neueste Sender CFR ist ein Vollcarbon-Downhill-Chassis mit 200 mm Federweg, das eher auf absolute Geschwindigkeit als auf minimales Gewicht ausgelegt ist. Das bedeutet, dass der Rahmen einige dickwandige Rohre aufweist, um den Strapazen des Rennsports standzuhalten.

(Bildnachweis: Scott Windsor / Our Media) Auch das Unterrohr ist geschützt.

Canyon ist zu einem High-Pivot-Federungsdesign übergegangen, was bedeutet, dass eine Umlenkrolle in den Rahmen integriert ist, um den Kettenrückschlag ("Chain Growth") zu minimieren. Das Steuerrohr verfügt über austauschbare Lagerschalen zur Reach-Anpassung, mit denen du den Reach um +/- 8 mm verändern kannst. Am Heck ermöglichen austauschbare Ausfallenden die Anpassung der Kettenstrebenlänge – entweder auf 435 mm oder 445 mm.

(Bildnachweis: Scott Windsor / Our Media) K.I.S System.

Diese Einstellung funktioniert in Kombination mit der Kompatibilität für MX- ("Mullet") oder 29er-Hinterräder, die über einen Flip-Chip an der Dämpferaufnahme geändert werden kann. Das bedeutet, dass du die Geometrie des Velos unabhängig von deiner bevorzugten Laufradgrösse konstant halten kannst.

Der Rahmen beinhaltet auch Canyons K.I.S. (Keep It Stable) Lenksystem, das im Oberrohr versteckt ist. Dieses nutzt massgeschneiderte Federn und einen Nocken, um die Lenkung zu zentrieren, was darauf abzielt, die Stabilität und die Traktion des Vorderrads zu erhöhen. Die Spannung ist einstellbar, oder das System kann komplett entfernt werden, wenn du ein konventionelles Lenkgefühl bevorzugst.

Weitere Rahmendetails umfassen robuste Gummiprotektoren an Unterrohr und Kettenstreben, sauber verlegte interne Kabel und integrierte Anschlagpuffer am Steuerrohr, um den Rahmen vor den Gabelstandrohren zu schützen.

Fahrwerk
(Bildnachweis: Scott Windsor / Our Media) Das Gestänge sieht kompliziert aus, ist aber in Wirklichkeit eine Ein-Gelenk-Gestänge-Konstruktion.

Das Federungsdesign des Senders bleibt ein Viergelenker, aber die Drehpunkte wurden verlegt, was insbesondere das High-Pivot-Layout schafft. Dies sorgt für eine weiter nach hinten gerichtete Raderhebungskurve als beim Vorgängermodell. Sie ist so konzipiert, dass das Hinterrad eckigen Schlägen besser ausweichen kann, ohne hängen zu bleiben.

(Bildnachweis: Scott Windsor / Our Media) Die Aufhängung mit hohem Drehpunkt hat eine Umlenkrolle, um die Kinematik zu optimieren.

Canyon hat auch die Kinematik optimiert, um eine progressivere Hebelkurve zu bieten. Dies sorgt für besseren Durchschlagschutz und Unterstützung tief im 200-mm-Federweg.

Geometrie des Canyon Sender CFR Team
(Bildnachweis: Scott Windsor / Our Media) Die Steuersatzschalen sind in der Reichweite verstellbar. 

Die Geometrie des Senders ist in hohem Masse anpassbar. Das Steuerrohr verwendet Lagerschalen, die drei Reach-Positionen bieten (+8 mm, 0 mm, -8 mm). Das bedeutet, dass das hier abgebildete Velo in der Grösse Large einen Reach von 472 mm, 480 mm oder 488 mm haben kann. Auch die Kettenstrebenlänge ist über die Ausfallenden einstellbar und bietet eine Position von entweder 435 mm oder 445 mm.

Grösse Klein Mittel Gross Extra-large
Sitzrohrlänge (mm)400400420440
Oberrohrlänge (mm)570596630654
Steuerrohrlänge (mm)100105110115
Steuerrohrwinkel (Grad)63636363
Sitzrohrwinkel (Grad)78.578.57878
Kettenstrebenlänge (mm)438438438438
Radstand (mm)1,2461,2731,3031,328
Stapel (mm)626630635639
Reichweite (mm)443468495518
Überstandshöhe (mm)753756754759
Tretlagerabsenkung (mm)24242424

In der neutralen Einstellung (480 mm Reach, 435 mm Kettenstrebe, MX-Laufrad-Setup) liegt der Lenkwinkel bei flachen 63 Grad. Das Tretlager senkt sich um 20 mm (im Verhältnis zu den Achsen), was zu einer tiefen, satten Strassenlage führt. Diese Zahlen machen das Sender zu einer langen und flachen Maschine, die Stabilität und Kontrolle bei hohen Geschwindigkeiten über wendiges Handling bei niedrigen Geschwindigkeiten stellt.

Spezifikationen des Canyon Sender CFR Team
(Bildnachweis: Scott Windsor / Our Media) Vorne sitzt eine RockShox Boxxer Ultimate.

Als Direktvertriebsmarke bietet Canyon oft ein aussergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis, und das Sender CFR Team bildet da keine Ausnahme.

(Bildnachweis: Scott Windsor / Our Media)

Für ca. 5'800 CHF erhältst du ein Fox Factory-Fahrwerk. Dies beinhaltet die renommierte Fox 40 Factory Gabel mit dem GRIP2-Dämpfer vorne und einen Fox DHX2 Factory Stahlfederdämpfer hinten. SRAM kümmert sich sowohl um das Bremsen als auch um das Schalten. Du bekommst kraftvolle SRAM Maven Bremsen, gepaart mit grossen Bremsscheiben, und den zuverlässigen 7-Gang-SRAM X01 DH-Antrieb.

Das Velo rollt auf DT Swiss FR2020 Aluminium-Downhill-Laufrädern, die mit Maxxis Assegai Reifen vorne und Maxxis Minion DHR II Reifen hinten bestückt sind – beide mit der robusten Downhill-Karkasse und der weichen MaxxGrip-Gummimischung. Die Anbauteile stammen grösstenteils aus Canyons eigener G5-Serie, darunter der Carbon-Lenker, der Direct-Mount-Vorbau aus Aluminium und die Sattelstütze.

Fahreindrücke des Canyon Sender CFR Team
(Bildnachweis: Scott Windsor / Our Media)

In der neutralen Position eingestellt, fühlt sich das Sender CFR Team unglaublich stabil an. Die Kontrolle bleibt auch bei aufeinanderfolgenden Schlägen exzellent – das Fahrwerk fühlt sich nie überfordert oder hart an, selbst wenn es tief im Federweg arbeitet.

(Bildnachweis: Scott Windsor / Our Media)

Der Stahlfederdämpfer sorgt für Sensibilität ohne unvorhersehbare Verhärtungen, und dank der Platzierung der Umlenkrolle gibt es nur minimales Feedback durch die Pedale. In der niedrigen Einstellung sitzt das Tretlager sehr nah am Boden und kann gelegentlich an unangenehmen Steinen, Absätzen oder Wurzeln hängen bleiben – etwas, worauf man auf raueren Trails besonders achten sollte.

(Bildnachweis: Scott Windsor / Our Media)

Der selbstzentrierende Effekt des K.I.S.-Systems ist subtil, aber spürbar. Es dämpft kleine Lenkausschläge und hilft dem Vorderrad, bei Wurzeln und kantigen Schlägen mitten in der Kurve auf Kurs zu bleiben, auch wenn es das Velo nicht komplett verwandelt. Es braucht zudem Zeit, um bei höheren Spannungseinstellungen Vertrauen aufzubauen – anfängliches Kurvenfahren kann sich schwerfällig anfühlen, mit etwas Untersteuern, bis man sich daran gewöhnt hat. Es ist ein interessantes Feature zum Ausprobieren, aber Canyon ermöglicht es glücklicherweise, es zu entfernen, wenn du ein konventionelles Lenkgefühl bevorzugst.

(Bildnachweis: Scott Windsor / Our Media)

Fazit zum Canyon Sender CFR Team
(Bildnachweis: Scott Windsor / Our Media) Das Velo ist von der Geometrie bis zum Fahrwerk extrem anpassbar.

Insgesamt fährt sich das Sender CFR Team wie ein reinrassiges Race-Velo. Es blüht bei hoher Geschwindigkeit auf, fühlt sich in rauen Abschnitten enorm gelassen an und bleibt beim Bremsen beeindruckend stabil.

Es ist nicht das richtige Velo zum Herumspielen im Bikepark oder für langsames technisches Fahren. Auf anspruchsvollen Downhill-Strecken liefert es jedoch genau die ruhige, berechenbare Leistung, die es dir ermöglicht, härter zu pushen, später zu bremsen und schneller zu fahren – und das alles zu einem beeindruckenden Preis.

Autor: Luke Marshall
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